Wasserlose Urinale:
Die wichtigsten Fragen
Hier beantwortet URIMAT die wichtigsten Fragen zu Funktionsweise, Reinigung,
Wirtschaftlichkeit und andere Themen zu wasserlosen Urinalen.
Wasserlose Urinale funktionieren vollständig ohne Spülwasser. Dadurch können sie den Trinkwasserverbrauch und
die damit verbundenen Wasser- und Abwasserkosten erheblich reduzieren. Doch wie funktioniert ein Urinal ohne
Wasserspülung? Entstehen Gerüche oder Urinstein? Wie wird es hygienisch gereinigt und wann lohnt sich die Umstellung?
Funktion und Grundlagen
Ein wasserloses Urinal – auch Trockenurinal genannt – ist ein Urinal, das ohne Wasserspülung funktioniert.
Der Urin wird über einen speziellen Geruchsverschluss direkt in die Abwasserleitung geleitet.
Der Geruchsverschluss lässt die Flüssigkeit passieren und verhindert anschließend, dass unangenehme Kanalgerüche aus der Abwasserleitung in den Sanitärraum gelangen.
Da nach der Benutzung keine Wasserspülung erforderlich ist, entfällt der ansonsten bei jedem Spülvorgang entstehende Wasserverbrauch.
Ein wasserloses Urinal leitet den Urin ohne Wasserspülung über einen speziellen Geruchsverschluss direkt in die Abwasserleitung.
Bei URIMAT übernimmt der MB-ActiveTrap diese Aufgabe. Der Urin fließt aufgrund des Gefälles des Urinalbeckens zum Ablauf. Dort passiert er die vertikale Membran des MB-ActiveTraps und gelangt anschließend in die Abwasserleitung.
Nach dem Durchfluss schließt sich die Membran wieder und trennt den Sanitärraum vom Abwassersystem. Dadurch können keine Kanalgase aus der Abwasserleitung in den Raum gelangen.
Das System benötigt für diesen Vorgang weder Spülwasser noch eine Sperrflüssigkeit.
Ja. Für die Spülung benötigt ein wasserloses URIMAT-Urinal kein Wasser.
Lediglich im Rahmen der normalen Oberflächenreinigung wird Wasser zur Verdünnung des konzentrierten Reinigungsmittels eingesetzt.
Damit entfällt die Wassermenge, die bei einem herkömmlichen Urinal durch die regelmäßigen Spülvorgänge verbraucht wird.
Wie groß die Wassereinsparung tatsächlich ist, hängt insbesondere von der Anzahl der Benutzungen, der bisherigen Spülmenge und den Nutzungstagen des Gebäudes ab.
Je häufiger ein Urinal genutzt wird und je größer die bisherige Wassermenge pro Spülung ist, desto höher ist das mögliche Einsparpotenzial.
Nein. Ein wasserloses URIMAT-Urinal benötigt für seine Grundfunktion keinen Strom.
Da keine automatische Wasserspülung gesteuert werden muss, sind für die eigentliche Funktion des Urinals keine Sensoren, Magnetventile oder elektronischen Spülsteuerungen erforderlich.
Das wasserlose Grundprinzip funktioniert damit ohne Spülwasser und ohne Strom.
Unabhängig davon können Produktvarianten (zum Beispiel mit Video-Display) elektrische Komponenten besitzen.
Der wichtigste Unterschied ist die Wasserspülung: Ein konventionelles Urinal benötigt Wasser zum Spülen, ein wasserloses Urinal nicht.
Bei einem wasserlosen URIMAT-System können dadurch unter anderem entfallen:
- Spülwasser
- Spülarmaturen
- Magnetventile
- elektronische Spülsteuerungen
- Teile der Wasserinstallation
- damit verbundene Wartungs- und Reparaturarbeiten
Die Geruchsabdichtung übernimmt bei URIMAT der MB-ActiveTrap. Dadurch ist für die Grundfunktion weder eine Wasserspülung noch eine elektronische Spülsteuerung erforderlich.
Neben dem Wasserverbrauch sollten bei einem Vergleich deshalb auch Wartungs-, Reparatur- und Lebenszykluskosten berücksichtigt werden.
Wasserlose Urinale sparen Trinkwasser und kommen ohne die für eine Urinalspülung erforderliche Spültechnik aus.
Daraus können sich insbesondere folgende Vorteile ergeben:
- kein Wasserverbrauch für die Urinalspülung
- geringere Wasser- und Abwasserkosten
- weniger wasserführende Komponenten
- kein Wartungsbedarf für die entfallende Spültechnik
- keine elektronische Spülsteuerung für die Grundfunktion
- geringerer Ressourcenverbrauch
- kalkulierbare Wartung des Geruchsverschlusses
Besonders groß kann das Einsparpotenzial in stark frequentierten Sanitäranlagen sein, da dort entsprechend viele Spülvorgänge entfallen.
Ob und wie schnell sich die Umstellung wirtschaftlich lohnt, hängt jedoch vom jeweiligen Gebäude, der Nutzung und den örtlichen Wasser- und Abwasserpreisen ab.
Geruch und Hygiene
Nein. Ein fachgerecht installiertes, richtig gereinigtes und ordnungsgemäß gewartetes wasserloses URIMAT-Urinal verursacht keine unangenehmen Kanalgerüche.
Bei URIMAT trennt der MB-ActiveTrap den Sanitärraum von der Abwasserleitung. Seine Membran lässt Flüssigkeit in Richtung Abwasser passieren und schließt anschließend wieder.
Geruchsprobleme können insbesondere entstehen, wenn der Geruchsverschluss seine Wechselgrenze erreicht hat, ungeeignete Reinigungsmittel verwendet werden, das Urinal nicht fachgerecht gereinigt wird, Ablagerungen vorhanden sind oder Fehler in der Abwasserinstallation bestehen.
Treten Gerüche auf, sollte deshalb die Ursache ermittelt werden, statt den Geruch lediglich mit Duftstoffen zu überdecken.
Wenn ein wasserloses Urinal unangenehm riecht, liegt die Ursache häufig bei Reinigung, Wartung oder Installation und nicht am wasserlosen Funktionsprinzip selbst.
Mögliche Ursachen sind ein verbrauchter Geruchsverschluss, ungeeignete Reinigungschemikalien, Ablagerungen, falsche Reinigungsverfahren, eine ungeeignete Leitungsführung, ein zusätzlich eingebauter Siphon oder Probleme innerhalb der Abwasserinstallation.
Bei URIMAT sollte insbesondere der Zustand des MB-ActiveTraps kontrolliert werden.
Der Geruchsverschluss wird nach etwa 7.000 bis 8.000 Benutzungen ausgetauscht. Der Wechselzeitpunkt ist direkt am MB-ActiveTrap erkennbar: Sobald die rote optische Wechselanzeige sichtbar wird, ist der integrierte Reinigungsstein aufgelöst und der MB-ActiveTrap sollte gewechselt werden.
Ja, absolut. Wasserlose Urinale können bei fachgerechter Reinigung, Wartung und Installation hygienisch betrieben werden.
Entscheidend sind insbesondere eine regelmäßig gereinigte Oberfläche, geeignete Reinigungsmittel, ein funktionierender Geruchsverschluss, der rechtzeitige Austausch des MB-ActiveTraps und eine fachgerechte
Installation.
Auch ein wasserloses Urinal muss deshalb Bestandteil des regulären Hygiene- und Reinigungsplans eines Gebäudes sein.
Bei URIMAT erleichtert die optische Wechselanzeige des MB-ActiveTraps die Wartung: Sobald die rote Anzeige sichtbar wird, ist der Austausch des Geruchsverschlusses erforderlich.
Sowohl wasserlose Urinale als auch Spülurinale können bei fachgerechtem Betrieb hygienisch genutzt werden.
Bei wasserlosen Urinalen entfällt jedoch der Spülvorgang. Dadurch entstehen keine durch die Urinalspülung verursachten Wasserbewegungen und Sprüheffekte.
Außerdem wird kein Spülwasser benötigt, das mit Urin und den darin beziehungsweise im Wasser enthaltenen mineralischen Bestandteilen reagieren kann – die Gefahr von mineralischen Ablagerungen (Urinstein) wird reduziert.
Ob ein Sanitärbereich tatsächlich hygienisch betrieben wird, hängt jedoch wesentlich von Reinigung, Wartung, Installation und Nutzerverhalten ab. Eine pauschale Aussage, dass ein System grundsätzlich hygienischer als das andere ist, wäre daher nicht sachgerecht.
Reinigung und Pflege
Ein wasserloses URIMAT-Urinal wird regelmäßig mit einem geeigneten Reinigungsmittel gereinigt und anschließend entsprechend der Reinigungsanleitung abgewischt.
Entscheidend ist, dass das Reinigungsverfahren auf das wasserlose System abgestimmt ist. Eine Wasserspülung wie bei einem konventionellen Urinal ist nicht erforderlich.
Reinigungskräfte sollten deshalb vor der ersten Reinigung mit dem richtigen Verfahren vertraut gemacht werden.
Für einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb empfiehlt es sich, die Reinigung in den bestehenden Hygieneplan des Gebäudes zu integrieren und ausschließlich für das System geeignete Reinigungsmittel zu verwenden.
Für wasserlose URIMAT-Urinale sind pH-neutrale, mikrobiologische Reinigungsmittel vorgesehen.
Nicht verwendet werden sollten insbesondere chlorhaltige Reiniger, lösungsmittelhaltige Reiniger, stark säurehaltige Chemikalien sowie aggressive oder scheuernde Reinigungsmittel.
Ungeeignete Chemikalien können die Oberfläche des Urinals sowie Komponenten des Geruchsverschlusses beeinträchtigen.
Die Verwendung geeigneter Reinigungsprodukte trägt deshalb zum langfristig zuverlässigen Betrieb des wasserlosen Systems bei.
Wie häufig ein wasserloses Urinal gereinigt werden muss, hängt vor allem von der Nutzungsintensität und dem Einsatzort ab.
Ein Urinal an einem stark frequentierten Bahnhof, Flughafen oder Veranstaltungsort muss entsprechend häufiger kontrolliert und gereinigt werden als ein wenig genutztes Urinal in einem kleinen Büro.
Statt eines pauschalen Reinigungsintervalls sollte die Reinigung deshalb an die tatsächliche Nutzung angepasst und in den Hygiene- und Reinigungsplan des Gebäudes integriert werden.
Eine Wasserspülung wie bei einem herkömmlichen Urinal ist bei einem wasserlosen URIMAT-Urinal weder erforderlich noch Bestandteil des normalen Betriebs.
Die Reinigung sollte entsprechend der URIMAT-Reinigungsanleitung erfolgen.
Große Mengen Wasser oder ungeeignete Reinigungsflüssigkeiten sollten nicht unkontrolliert in das System gegeben werden.
Auch in Abwasserleitungen wasserloser Urinale können Ablagerungen entstehen. Der Verzicht auf Spülwasser verändert jedoch die Bedingungen, unter denen typische mineralische Ablagerungen entstehen.
Bei konventionellen Urinalen können Bestandteile des Urins mit Mineralien aus dem Spülwasser reagieren.
Bei einem wasserlosen System entfällt diese zusätzliche Mineralienzufuhr durch das Spülwasser.
Für einen zuverlässigen Betrieb bleiben dennoch eine fachgerechte Reinigung, eine geeignete Leitungsführung und eine korrekt ausgeführte Abwasserleitung wichtig.
Wasserverbrauch und Wirtschaftlichkeit
Die jährliche Wassereinsparung lässt sich aus Benutzungen, bisheriger Spülmenge und Nutzungstagen berechnen.
Die Formel lautet: Benutzungen pro Tag × Liter pro Spülung × Nutzungstage pro Jahr = eingesparte Liter pro Jahr.
Die tatsächliche Einsparung sollte immer anhand der realen Nutzung und bisherigen Spülmenge des Gebäudes berechnet werden.
Die mögliche Kostenersparnis ergibt sich vor allem aus der eingesparten Wassermenge und den örtlichen Preisen für Trink- und Abwasser.
Eine einfache Berechnung der direkten Wasser- und Abwasserkosten lautet: eingesparte m³ Wasser × kombinierter Preis für Trink- und Abwasser = direkte jährliche Einsparung.
Für eine vollständige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollten darüber hinaus Anschaffungs- bzw. Investitionskosten, Montagekosten, Reinigung, Kosten des Geruchsverschlusses, Wartung, Reparaturen und entfallende Wartungs- und Reparaturkosten der Spültechnik berücksichtigt werden.
Je höher die Nutzung eines Urinals und die örtlichen Wasser- und Abwasserpreise sind, desto größer kann das wirtschaftliche Einsparpotenzial sein.
Bei Neuinvestitionen im Sanitärbereich können wasserlose Urinale deutlich günstiger sein, da keine Kosten für Wasserspülung, Spülsensorik o.ä. anfallen.
Für eine belastbare Berechnung sollten die tatsächlichen Preise und Nutzungsdaten des jeweiligen Gebäudes verwendet werden.
Die Amortisationszeit eines wasserlosen Urinals hängt von den Investitionskosten und den jährlich eingesparten Betriebskosten ab.
Vereinfacht lässt sie sich berechnen als: Amortisationszeit = zusätzliche Investition ÷ jährliche Betriebskosteneinsparung.
Stark frequentierte Urinale können sich schneller amortisieren, weil dort besonders viele Spülvorgänge und entsprechend große Mengen Trink- und Abwasser eingespart werden.
Für eine seriöse Wirtschaftlichkeitsberechnung sollten jedoch nicht nur die Wasserpreise betrachtet werden. Sinnvoll ist ein Vergleich der Lebenszykluskosten von wasserlosen und konventionell gespülten Urinalen.
Dazu gehören unter anderem Anschaffung, Installation, Wasser- und Abwasserkosten, Wartung, Verbrauchsmaterialien und Reparaturen über einen definierten Betrachtungszeitraum.